Burgmühle mit Backstube

Die Burgmühle war ursprünglich ein frei stehender Bau außerhalb der Wehranlage der Burg Lissingen. Erst im Zuge späterer Erweiterungen (ausgelöst durch den Teilungsvertrag von 1559) wurde die Burgmühle in die Burganlage mit einbezogen.

Die Burgmühle war eine Getreidemühle. Sie zahlte jährlich 5 Malter Korn, 6 Gulden und 8 Albus für Pacht und Wasserlauf. Dazu durften die Burgherren jederzeit frei mahlen lassen und brauchten keinen Malter abzugeben. (Quelle: „Mühlen der Eifel“, Erich Mertes; Helios Verlag; Aachen 1994).

Bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in der Mühle mit Wasserkraft Strom erzeugt. Hier hatte das spätere Elektrizitätswerk seinen Ursprung. Etwa um 1920 wurde im Untergeschoss der Mühle ein großer holzbefeuerter Steinbackofen (sog. Königswinterer Ofen) installiert, welcher dem Eigenbedarf an Brot der zahlreichen Burgbewohner und Helfer diente. Dieser Ofen wurde jüngst restauriert und ist seitdem wieder betriebsbereit. Seine schmackhaften Backerzeugnisse können vor Ort erworben und auch verkostet werden.